Munition Herstellung

Veröffentlicht am 1. Mai 2026 um 12:31

Munitions Herstellung

 

Betreff:

Überlegungen und Abgleichen der Zwecke an meiner Munition

  1. Sachverhalt

Im Rahmen meiner Sportlichen Schießtrainings kommt es immer wieder vor, ob es auch anders geht mit der Munition.

Hier mal eine Aufleistung meiner Herangehensweise und Abgleichung der Entscheidungen. 

 

 

1.Verwendungszweck

 

Als erstes stell ich mir die Frage, was meine Verwendung für die Munition ist. Es klingt erstmal banal, aber grade hier entscheidet sich wie meine Herstellungsweg sein wird.

Ob sehr viel auf kurzer Distanz (25m) oder sehr genau auf weite Entfernung (100m und mehr).

 

Bei viel auf kurze Distanz:

Es sollen schnell, einfach und kostengünstig werden. Meistens für Fallscheibe oder mit der Büchse auf Präzision, Bei der Fallscheibe ist es ok, wenn das Geschoss auf das 15cm Durchmesser Ziel Trift, wo genau ist in dem falle ja egal sie muss nur umfallen.  Eine sehr genaue Munition ist hier nicht nötig, Toleranzen in der Fertigung können hier schon sein. Oder wenn ich mit der Büchse, die ja eh einen Längeren lauf hat auf Präzision oder Zeit Serien schisse. Hier macht der Lange lauf einiges von den Fertigungstolleranzen wieder gut.

 

Bei Ziele auf weiter Distanz:

Hier lass ich mir sehr viel zeit da ich sehr genaue Munition haben möchte und ich die Toleranzen gegen 0 versuche, selbst kleinste Abweichungen können schon entscheiden sein, ob ich treffe oder nicht. Dafür ist jedoch die Anzahl von der hergestellten Munition ehr gering.

 

  1. Verwendete Materialien

 

Es geht schon mit den Hülsen los, einige sind gut geeignet für das Wiederladen und andere nicht so. Ich verwende immer die gleiche Art von Hülsen, da verschiedene Hersteller andere Dimensionen haben können. Was sich auf das Innen Volumen auswirken kann oder auf den Auszugswiederstand. Hört sich nicht viel an, wenn jedoch 1mm tieferes Geschoss bedeutet, dass ich im Überruck Bereich sein kann, dann sieht es anders aus. Achtet auf immer gleiche Hülsenhersteller.

 

Das Geschoss ist die nächste Überlegung, was soll es sein und für was? Benötige ich sehr viel auf kurze Distanz sind großmengen immer gut. Soll es aber ein Geschoss sein was stabil fliegt und dann noch sehr weit würde ich ein Schweres nehmen von einem namenhaften Hersteller. Warum Schweres Geschoss? Es ist nicht so anfällig für Wind, die Drift ab 300m ist nicht zu unterschätzen. Ja ab 800m geht es durch sein Eigengewicht schneller nach unten durch die Erdanziehung aber bis dahin ist es einfach stabiler. Oder en leichtes sehr schnelles Geschoss, was anfälliger ist für wind und Drall aber um einiges schneller ist.

 

Dann haben wir noch das Zündhütchen. Ja was soll da schon schief gehen? Das richtige Zündhütchen für die Richtige Munition, ist es Normale Kurzwaffen Munition oder Magnum, für Langwaffe so ähnlich, Groß oder Klein. Die Wahl sollte auch hier nicht auf das billigste von Billigen fallen. Nichts ist schlimmer, als wenn jemand im Wettkampf schissen will und nur ein Klick da ist ohne den Rest.

 

Zu guter Letzt das NC-Pulver (Nitrozellulose) auch hier ist es entscheidend was ihr für Art der Munition und welche Komponenten ihr ausgewählt habt. Welches Kaliber mit Welchen Geschoss, selbst die Schönen Tabellen sind nur werte als Anhaltspunkte.

 

Jeder Wiederlader sollte es wissen, jeder ist für das, was er herstellt, selbst verantwortlich. Vertraut nicht Blind auf andere, prüft es selbst nach!

 

Oder fragt jemanden der schon öfter geladen hat und die Möglichkeit und auch die Erfahrung hat es selbst zu berechnen.

 

  1. Unterschiede Pressen

Ein Station Presse

Eine ein Station Presse soll in meiner Sicht mir die Meiste Präzision bringen, je nach Aufbau der presse (wie der Stempel ausfährt und wie er geführt wird) sind auch unterschiede möglich. Einige pressen können über die zeit schon etwas spiel entwickeln, wobei andere auch über Jahre hinweg, mit bedachter Handhabung immer noch hoch präzise sind.

Wobei ich sagen muss, dass jeder schritt einzeln gemacht wird und dadurch es echt lange dauert, bis die Patrone fertig ist.

 

Mehrstation Pressen

Eine Mehrstation presse hat von Aufbau her schon viel mehr bewegliche Teile, die alle etwas spiel haben und das auch müssen. Selbst wenn es eine höherpreisige presse ist, die wirklich genau gefertigt ist und unter allen umständen schon echt gut läuft.  Das reicht schon völlig aus, um gewisse Toleranzen in der Genauigkeit auszulösen.

Diese Presse ist jedoch von der Herstellung der Patrone um einiges schneller da alle fertigungseinheiten schon eingebaut sind (dies ist jedoch echt zeitaufwendig da jede Station für sich und dann im Ganzen zu betrachten und einzustellen sind) und eingestellt. Die Hülse geht dann nur noch von einer zu nächsten Station.

  1. Matrizen

Oh, das Thema mit den Matrizen, welche soll es sein? Welche sind gut und welche nicht? Warum sind einige so teuer und andere gut billig?

Vorweg immer noch die Frage was ihr Herstellen wollt. Das ist die Frage, die euch dann auch sagen kann, welche Matrizen ihr Kaufen solltet. Spart an diesem Punkt nicht am Falschen Ende. Legt ihr wert auf hohe Präzision nimmt lieber welche aus dem hochstufigen Bereich, ich musste feststellen das sie meist um einiges besser gefertigt sind und nie Möglichkeit teile nachzukaufen ist dabei meist auch gegeben. Die mit Micrometer Verstellung haben sich für mich jetzt hervorgestellt. Sie können um einiges genauer und präziser eingestellt werden und man hat ein Überblick, ob sich irgendwas verstellt hat. Bei Langwaffenmatrizen nehme ich jetzt auch welche mit Wechsel Busching, da ich meine Hülse dadurch genauer an mein Geschoss anpassen kann, ohne sie zu sehr zu belasten und mein auszugwiederstand ist meiner Gefühle nach gleich. 

Wollt ihr viel in kurzer Zeit herstellen, wo euch Präzision nicht so interessiert, könnt ihr auch im unteren Bereich suchen. Sucht euch ein Set aus was zu eurer Presse (jede Station sollte belegt sein, damit die Shild Platte gleichmäßig Belastung bekommt) passt und welchen Hersteller ihr da vertraut und los geht’s.

  • Analyse von Trefferpunktverlagerungen durch Externe oder Interne Umbauten

 

  1. Prüfen

Seit euch bewusst das es hier um euer und das Leben von anderen geht!

Bei der Herstellung meiner Munition bin ich in diesem Bereich sehr penibel, schreibe mir auf was meine Daten sind und versuche wenig wie möglich von meinen Berechnungen abzuweichen. Grund dafür ist recht einfach, NC-Pulver wird meist bei 21 Grad Celsius gemessen, es verhält sich anders bei 3 Grad und auch bei 30 Grad. Wenn ihr bei der Berechnung schon in oberen Bereich seit nähe dem Überdruck Bereich können, kleine Abweichungen Lebensgefährlich werden. Ich arbeite im Vorfeld schon mit den Gedanken das ich im Herstellungsprozess oder durch Äußere Umstande mein Druck erhöht sein kann. Somit gehe ich auf Nummer sicher, dass ich fast gefahrlos meine Munition verwenden kann.

  • Analyse von Trefferpunktverlagerungen durch Externe oder Interne Umbauten

 

III. Fazit

 

Es ist schon ein großer Unterschied ob ihr mit Fabrik Munition oder selbst hergestellt schießt, ihr könnt für eure Waffe die Munition genauso anpassen, wie ihr sie haben wollt und ihr seit Flexibler bei der Herstellungskomponenten. Macht euch jedoch bewusst das noch kein meister von Himmel gefallen ist und ihr im Laufe eurer Arbeit werdet ihr immer auf Hindernisse stoßen. Der YouTube Kanal von VProjekte ist eine gute Anlaufstelle, er erklärt die einzelnen Schritte sehr gut und die Anleitung von ihm sind nachvollziehbar und verständlich.

 

Ich habe den Schritt nicht bereut und würde es jeder zeit wieder tun.