Mercury MKA 1919 – Nachladestörung bei jedem Schuss
Bei der Erprobung der selbstladeflinte Mercury MKA 1919 im Kaliber 12 zeigte sich eine wiederkehrende Störung:
Die Patrone im Patronenlager ließ sich abfeuern, anschließend wurde die nächste Patrone jedoch nicht ordnungsgemäß nachgeladen. Dieses Fehlerbild trat bei jedem abgegebenen Schuss auf.
In diesem Beitrag beschreibe ich meine Beobachtungen, die verwendeten Munitionsvarianten und die Ergebnisse der anschließenden Sichtprüfung.
Erprobung mit unterschiedlicher Munition
Für die Untersuchung habe ich sowohl Schrot- als auch Slug-Munition verwendet. Getestet wurden die Varianten 12/67, 12/70 und 12/76.
Bei allen getesteten Varianten blieb das Ergebnis gleich: Nach der Schussabgabe wurde der automatische Nachladevorgang nicht ordnungsgemäß abgeschlossen. Ein störungsfreier Ladezyklus ließ sich während dieser Erprobung nicht feststellen.
Damit zeigte sich innerhalb der getesteten Munition keine eindeutige Abhängigkeit von einer bestimmten Munitionsart oder Hülsenlänge. Ein Munitionseinfluss ist dadurch allerdings nicht grundsätzlich ausgeschlossen.
Beobachtetes Fehlerbild
Die Störung betraf den Nachladevorgang nach der Schussabgabe. Die nachfolgende Patrone wurde nicht ordnungsgemäß zugeführt beziehungsweise der vollständige Ladezyklus wurde nicht abgeschlossen.
Welche Phase des Ladezyklus die Störung auslöste, konnte ich mit den bisherigen Beobachtungen nicht abschließend feststellen. Deshalb beschreibe ich zunächst das Fehlerbild, ohne eine bestimmte technische Ursache zu behaupten.
Demontage und Sichtprüfung
Im Anschluss habe ich die Flinte demontiert und einer Sichtprüfung unterzogen. Dabei waren keine außergewöhnlichen Beschädigungen oder auffälligen Veränderungen erkennbar.
Die mechanischen Bauteile zeigten lediglich übliche Schmauch-, Gebrauchs- und Abnutzungsspuren. Eine eindeutige Schadstelle, die das wiederkehrende Fehlerbild erklären würde, konnte ich nicht feststellen.
Auch bei der Sichtprüfung der Gasableitung beziehungsweise des Gassystems zeigten sich keine offensichtlichen Auffälligkeiten. Diese Beobachtung allein bestätigt jedoch noch nicht die einwandfreie Funktion des Systems während der Schussabgabe.
Meine bisherige Bewertung
Die Nachladestörung trat bei jedem Schuss auf und zeigte sich mit sämtlichen getesteten Munitionsvarianten. Gleichzeitig ergab die Sichtprüfung keine eindeutige Erklärung.
Für mich steht damit das wiederkehrende Fehlerbild fest. Die Ursache bleibt offen und erfordert eine weitergehende technische Untersuchung durch eine entsprechend qualifizierte Fachperson oder einen Büchsenmacher.
Fazit
Die geprüfte Mercury MKA 1919 funktionierte während meiner Erprobung beim automatischen Nachladen nicht zuverlässig. Der Vergleich verschiedener Schrot- und Slug-Munitionsvarianten führte zu keiner störungsfreien Funktion.
Meine Beobachtungen beziehen sich auf die konkret untersuchte Waffe und die verwendete Munition. Daraus leite ich keine allgemeine Aussage über sämtliche Waffen dieses Modells ab.
Ich gab die Flinte zur weiteren Prüfung zum Büchsenmacher.
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